Wirtschaftsrecht

Ihr Rechtsanwalt für Wirtschaftsrecht in Bonn

Eine Geschäftsidee und gute Fachkenntnisse führen nicht von alleine zu einem wirtschaftlichen Erfolg. Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten auf diesem Gebiet erfordern einen hohen Beratungsbedarf, insbesondere in den Anfängen der Unternehmensgründung. Eine kompetente Beratung hilft dabei bereits im Vorfeld Konflikte zu vermeiden und eine individuelle Lösung für Ihr Gründungsvorhaben zu finden.

Wir bieten Ihnen hier eine umfangreiche Beratung in allen Fragen des Insolvenzrechts und der angrenzenden Rechtsgebieten.

Handelsrecht

Unter Handelsrecht versteht man als Sonderform des Zivilrechtes das Recht des Kaufmannes. Es ist im Handelsgesetzbuch geregelt und enthält besondere Bestimmungen, die im Rechtsverkehr unter Kaufleuten Anwendung finden. Die Grundlage bilden aber auch das Gewohnheitsrecht und die Handelsbräuche. Durch die besonderen Regelungen sollen die Rechtsgeschäfte schneller und effizienter abgewickelt werden. Das Handelsrecht erweitert die Eigenverantwortung des Kaufmannes, z.B. im Hinblick auf die Formfreiheit bei bestimmten Rechtsgeschäften, führt aber auch zu gesteigerten Pflichten.

Nach § 1 Abs. 1 HGB ist  Kaufmann, wer ein Handelsgewerbe betreibt. Es kommt somit auf einen Gewerbebetrieb an. Unter einem Gewerbebetrieb versteht man jede selbständige, nach außen gerichtete Tätigkeit, die auf Dauerhaftigkeit und Gewinnerziehung angelegt ist und kein freier Beruf ist. Ausgenommen sind somit die wissenschaftliche und künstlerische Tätigkeit, sowie Forst- und Landwirtschaft. Die Kapitalgesellschaften wie GmbH und AG sind schon kraft Gesetzes Kaufleute.

Unsere Tätigkeit im Handelsrecht erstreckt sich u.a. auf die Fragen

  • Vertretung im Handelsrecht
  • Rechnungslegung und Offenlegungsvorschriften
  • Handelsvertreterrecht
  • Transport- und Speditionsrecht
  • Handelsverträge
  • Gewerberechtliche Fragen

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Gesellschaftsrecht

Im Falle einer Unternehmensgründung stellt sich die Frage nach der geeigneten Unternehmensform.

Diese unterscheiden sich wie folgt:

Einzelform Personengesellschaften Kapitalgesellschaften
Einzelunternehmer GbR, OHG, KG, GmbH & Co. KG,
AG & Co. KG, stille Gesellschaft,
Partnerschaftsgesellschaft
UG/GmbH, AG, KGaA, eG, Limited (Ltd.),
Europäische Aktiengesellschaft (SE)

Bei den Personengesellschaften stehen die beteiligten Gesellschafter im Vordergrund. Das zeigt sich auch im Wesentlichen daran, dass bei Personengesellschaften der Gewinn nach Anzahl der Gesellschafter oder nach deren Beitrag verteilt wird. Es gibt keine strickte Trennung zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern. Die Geschäfte der Gesellschaft werden von Gesellschaftern selbst geführt. Diese übernehmen auch eine persönliche und unbeschränkte Haftung. Ein Mindestkapital ist ebenfalls nicht vorgeschrieben.

Während bei Personengesellschaften die Gesellschafter an sich sowie deren Tätigkeit und Haftung im Vordergrund stehen, ist bei Kapitalgesellschaften das Kapital ausschlaggebend. Die Kapitalgesellschaften sind juristische Personen und als solche voll handlungs- und geschäftsfähig. Es ergibt sich damit eine strickte Trennung zwischen der Gesellschaft und deren Gesellschaftern. Ein wesentliches Merkmal ist dabei die Haftungsbeschränkung. Dies bedeutet, dass die Haftung gegenüber Dritten grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist. Aufgrund dieser Haftungsbeschränkung hat der Gesetzgeber bei diesen Gesellschaftsformen eine Mindestkapitaleinlage von 25.000 bzw. 50.000 Euro vorgeschrieben. Die Ausnahme stellt die seit dem Jahre 2008 neu eingeführte Unternehmensgesellschaft (UG), die aber eine Form der GmbH darstellt, bei der jedoch als Mindestkapital bereits ein Betrag von 1 Euro ausreicht.

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