Familienrecht

Ihr Rechtsanwalt für Familienrecht in Bonn

Familienrecht betrifft alle Fragen, die das familiäre Zusammenleben und die Lebenspartnerschaft betreffen. Zu den häufigsten Fragen des Familienrechts zählen unter anderem das Recht der Abstammung, der Trennung und Scheidung sowie deren Folgen, das Sorge- und Unterhaltsrecht sowie die Vermögensauseinandersetzung. Aber auch solche Randfragen wie der Familienname, das Recht der eheähnlichen Lebensgemeinschaft, die Adoption gehören zum Gebiet des Familienrechts.

Ehe und Lebenspartnerschaft

Die Ehe kommt durch die Abgabe der entsprechenden Erklärungen vor dem Standesbeamten zustande. Die Lebenspartnerschaft ist der Zusammenschluss von zwei gleichgeschlechtlichen Personen zum Zwecke des eheähnlichen Bündnisses. Auch diese kommt durch die Abgaben der entsprechenden Erklärungen beider Ehepartner vor dem zuständigen Standesbeamten.

Aus rechtlicher Sicht gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Verhältnisse in einer Ehe oder Lebenspartnerschaft zu regeln, wie z.B. Abschluss eines Ehevertrages, die Vereinbarung über den Güterstand u.s.w. Das Ziel solcher Vereinbarungen ist es, eine möglichst optimale Regelung der wirtschaftlichen Verhältnisse und die Vermeidung späterer Streitigkeiten in Bezug auf vor und nach der Ehe erworbenes Vermögen zu treffen.

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Ehe mit Auslandsbezug, Heiraten in Dänemark

Unter dem Schutz der Familie steht auch die Eheschließung mit einem ausländischen Lebenspartner. Unsere Anwälte verfügen über besondere Erfahrung, die die Regelung zahlreicher damit verbundenen Fragen betreffen: Welche Formalitäten bei der Eheschließung sind zu beachten? Brauche ich eine Ehefähigkeitsbescheinigung? Muss der Lebensunterhalt des Ehepartners gesichert werden? Wie bekommt der ausländische Ehepartner Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in Deutschland?

In den letzten Jahren hat die Eheschließung in Dänemark aufgrund der Schnelligkeit und sehr geringer Formalitäten an Beliebtheit gewonnen. Grundsätzlich wird die sog.  Dänemark-Ehe in Deutschland anerkannt. Dies bedeutet aber nicht, das Ihr ausländischer Ehepartner danach problemlos nach Deutschland einreisen und grundsätzlich die Aufenthaltserlaubnis erhalten kann. Insbesondere in den letzten Jahren hat die Bereitschaft der Behörden, dem ausländischen Ehegatten ohne weiteres eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, deutlich abgenommen. Um die schmerzhafte und langwierige Trennung von dem neuen Ehepartner zu vermeiden, zögern Sie nicht und holen Sie vorab einen kompetenten rechtlichen Rat.

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Scheidung

Das deutsche Recht stellt die Ehe und Familie unter einen besonderen Schutz. Bei einer Trennung geht es daher in erster Linie um die Frage, welche Voraussetzungen für eine Entscheidung erfüllt sein müssen und welche Rechtsfolgen seit der Trennung bzw. nach der Ehescheidung für die Familie eintreten. Grundsätzlich darf die Ehe in Deutschland erst nach Ablauf eines Trennungsjahres geschieden werden. Was versteht man unter Trennung? Wie läuft das Scheidungsverfahren ab? Wer zahlt das Scheidungsverfahren? Welche sonstigen Folgen führt das Einreichen einer Scheidung mit sich? Im ersten Beratungsgespräch erläutern wir Ihnen umfassend den Lauf des Trennungs- und Scheidungsverfahrens sowie deren Folgen.

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Scheidung mit Auslandsbezug

Grundsätzlich kann in Deutschland jede Ehe, auch zwischen beiden ausländischen Ehepartnern geschieden werden. Es muss dabei beachtet werden, ob das Deutsche oder das ausländische Recht auf das Scheidungsverfahren und die Folgen der Ehescheidung anwendbar sind. Je nach dem kann die Scheidung nach dem ausländischen Recht für einen Ehepartner günstiger sein.

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Versorgungsausgleich

Versorgungsausgleich ist der Ausgleich der während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften unter den Eheleuten. Das Verfahren des Versorgungsausgleiches wird in den meisten Fällen von Amts wegen zusammen mit der Ehescheidung im Scheidungsverbundverfahren durchgeführt. Es gibt Möglichkeiten, die Durchführung des Versorgungsausgleiches auszuschließen. Auch bei der Scheidung nach dem ausländischen Recht wird meistens bzw. unter bestimmten Voraussetzungen kein Versorgungsausgleich durchgeführt.

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Zugewinnausgleich

Bereits bei der Trennung und auch im späteren Scheidungsverfahren kann und soll die Auseinandersetzung des Vermögens der Ehegatten durchgeführt werden. Sofern bei der Eheschließung nichts anderes vereinbart wurde, leben die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Darunter versteht man, dass das in die Ehe eingebrachte Vermögen weiter alleine dem jeweiligen Ehegatten gehört. Ausschließlich das in der Ehe erworbene Vermögen (Zugewinn) wird später unter den Ehegatten verteilt. Sofern es sich um größere Vermögensgegenstände, wie z. B. Immobilieneigentum u.s.w. handelt, lassen sich die aufgetretenen Fragen kaum ohne anwaltliche Hilfe regeln.

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Hausrat

Auch der Hausrat kann und soll nach der Trennung, spätestens jedoch zum Zeitpunkt der Ehescheidung aufgeteilt werden. Bereits bei der Erfassung der Hausratsgegenstände treten häufige Rechtsprobleme auf, wie: Gehört der Pkw zum Hausrat? Welcher Gegenstand steht in wessen Eigentum? Usw. Da es für die Hausratsaufteilung keine festen Regeln gibt, welcher Hausrat an wen zu vergeben ist, wird die Aufteilung im Zweifel von den Gerichten nach billigem Ermessen vorgenommen, wobei sich in der Rechtsprechung einige Grundsätze herauskristallisiert haben.

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Sorgerecht

Das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder steht grundsätzlich auch nach der Ehescheidung beiden Eltern gemeinschaftlich zu. Darunter versteht man das Recht und vor allem auch die Pflicht der Eltern, die elterliche Sorge über die Person des Kindes und dessen Vermögen auszuüben. Dabei wird das Sorgereicht vor allem am Wohle des Kindes gemessen und umfasst viele Teilbereiche, wie das Aufenthaltsbestimmungsrecht, die Vermögenssorge, die Gesundheitsfürsorge und die schulischen Belange. Aber auch das Umgangsrecht gehört zum Sorgerecht. Nach der Trennung der Ehegatten kann es zur Entziehung des Sorgerechts oder eines der Telbereiche kommen. Wie kann das durchgesetzt oder abgewehrt werden? Die dauerhafte Entziehung der elterlichen Sorge kann nur von einem Gericht vorgenommen werden. Ferner können die Eltern beim Jugendamt oder unter sich verschiedene Sorgerechtsvereinbarungen treffen. Es wird jedoch davon abgeraten, Erklärungen zu unterschreiben, deren Inhalt bzw. rechtliche Tragweite nicht bekannt sind bzw. nicht vollständig nachvollzogen werden können.

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Unterhalt

Unter dem Unterhalt versteht man die Verpflichtung einer Person, den Lebensunterhalt einer anderen bedürftigen Person sicherzustellen. Ob und in welcher Höhe der Unterhalt zu gewähren ist, richtet sich einerseits nach der Unterhaltsbedürftigkeit der einen Person und der bestehenden Unterhaltspflicht sowie der Leistungsfähigkeit der anderen Person. Dabei unterscheidet man zwischen dem Ehegattenunterhalt nach der Trennung (Trennungsunterhalt) und nach der Scheidung (nachehelicher Unterhalt). Danach  kann der unterhaltsbedürftige Ehegatte vom Unterhaltspflichtigen die Unterstützung in Geld fordern. Beim Kindesunterhalt, sofern die gemeinsamen Kinder nach der Trennung bei einem der Ehegatten verbleiben, schuldet ihnen dieser weiter den sog. Naturalunterhalt. Der aus der Familiengemeinschaft ausgeschiedene Ehepartner schuldet dagegen seinen Kindern den Unterhalt in Geld, sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Ferner  können die Kinder zum Elternunterhalt verpflichtet werden und müssen bei Vorliegen der Voraussetzungen ihren unterhaltsbedürftigen Eltern Unterhalt in Geld gewähren.

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Vaterschaftsfeststellung

Das Recht der Abstammung gehört ebenfalls zum Familienrecht und bestimmt die Abstammungsverhältnisse einer Person zu den anderen. Dabei ist die Mutter des Kindes grundsätzlich unproblematisch zu bestimmen. Dies ist die Frau, die das Kind geboren hat. Bei der Bestimmung des Vaters sieht es anders aus, wenn die Mutter unverheiratet ist oder wenn der Vater nicht bekannt ist. Dabei haben ggf. alle Beteiligten einen Anspruch auf die Feststellung der Vaterschaft, der auch gerichtlich durchgesetzt werden kann. Ob dabei das genetische Abstammungsgutachten eingeholt werden muss, hängt von Umständen des Einzelfalls ab. Vor Abgabe einer Erklärung zur Vaterschaft empfiehlt es sich, sich über die Rechtsfolgen dieser Erklärung umfassend zu informieren, da solche Erklärungen zum Teil nur schwer rückgängig zu machen bzw. zu beseitigen sind und ggf. gravierende Folgen nach sich ziehen können.

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Adoption

Auch die Adoption gehört zu einem wichtigen Teil des Familienrechts. Die Fragen der Adoptionsvoraussetzungen, des Verfahrens der Adoption, der Anerkennung einer Auslandsadoption in Deutschland sowie ähnliche Fragen treten häufig auf, so dass auch hier ein kompetenter Rat helfen kann, den möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen und ggf. das Verfahren zu beschleunigen.

Kindesunterhalt (Düsseldorfer Tabelle)
Formular für Versorgungsausgleich

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